Pflegehilfsmittel und Wohnungsanpassung

Die Krankenversicherung und die Pflegeversicherung bieten Pflegehilfsmittel, technische Pflegehilfsmittel und Unterstützung bei der Wohnraumanpassung, zur Verbesserung der Versorgungssituation, an.

Die Pflegeversicherung unterstützt ebenso den notwendigen Umbau einer Wohnung. Dazu zählen z.B. der Einbau einer ebenerdigen Dusche oder die Verbreiterung von Türen, damit ein Rollator oder Rollstuhl hindurch passt.

 

Drei Gründe, Pflegehilfsmittel über die Pflegeversicherung zu beziehen:

Die Pflegehilfsmittel sollen helfen:

•          die Pflege zu erleichtern, beispielweise durch die Nutzung eines Badewannenlifters,

•          Beschwerden des Pflegebedürftigen zu lindern, beispielweise durch Lagerungshilfen

            für bettlägerige Pflegebedürftige,

•          dem Pflegebedürftigen eine selbstständigere Lebensführung zu ermöglichen,

            beispielweise mit einem Rollator.

Die Pflegehilfsmittel können dem Pflegebedürftigen als auch der Pflegeperson nutzen.

 

 

Hier gibt es drei verschiedene Kategorien:

 

 

 

 

Pflegeverbrauchsmittel

Einmalhandschuhe, Einmalunterlagen, Desinfektionsmittel.

Diese werden nach Aufwand (Quittungen aufbewahren!) bis maximal 40,00 Euro pro Monat übernommen.

Übersteigen die nachgewiesenen Kosten regelmäßig den Betrag, wird dieser dauerhaft monatlich ohne weiteren Nachweis erstattet.

Zu den Pflegeverbrauchsmitteln gehören jedoch in der Regel nicht automatisch die Inkontinenzhilfen.

Technische Pflegehilfmittel

Rollator, Rollstuhl, Pflegebett, Hausnotrufgerät, etc.

Diese werden vorrangig leihweise (und zuzahlungsfrei) zur Verfügung gestellt, d.h. sie bleiben Eigentum des Verleihers.

Er sorgt dafür, dass das Pflegehilfsmittel in einem technisch einwandfreien Zustand ist, entsprechend ausgeliefert wird, eine Schulung und Einweisung erfolgt und bei Bedarf eine notwendige Wartung/Reparatur übernommen wird.

Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes

Umbau des Bades, Einbau eines Treppenliftes etc.

Diese Maßnahmen werden je nach Umfang und Aufwand bis 4.000 Euro pro Pflegebedürftigen bezuschusst.

Leben mehrere Pflegebedürftige in einer gemeinsamen Wohnung, können ihre Zuschüsse für Umbaumaßnahmen addiert werden.

BEISPIEL: Pflegebedürftiges Ehepaar  in einer Wohnung.

Jeder hat einen Anspruch auf Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfelds von 4.000 Euro.

Für eine Umbaumaßnahme, von der beide Pflegebedürftige profitieren, können die beiden Zuschüsse addiert werden, so dass insgesamt 8.000 Euro für diese eine Umbaumaßnahme zur Verfügung stehen.

In einer Wohngemeinschaft beträgt der Maximalbetrag für eine Maßnahme 16.000 Euro.       

Pflegehilfsmittel und Zuschüsse zur Wohnraumanpassung müssen beantragt werden.

Sie werden unabhängig vom Einkommen des Pflegebedürftigen gewährt. Es ist keine ärztliche Bescheinigung oder Verordnung der Pflegehilfsmittel notwendig.

Die Pflegekraft eines Pflegedienstes kann die Notwendigkeit eines Hilfsmittels dokumentieren. Das reicht dann in der Regel als Nachweis der Notwendigkeit aus.

Bei technischen Pflegehilfsmitteln die nicht nur leihweise überlassen werden, gibt es eine Zuzahlung die beträgt 10 % der Kosten, maximal 25,00 Euro beträgt.

Für Hilfsmittel, die im Rahmen der Pflegeversicherung gewährt werden, gibt es ein Pflegehilfsmittelverzeichnis.